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Welche Vorteile bietet die fachgerechte Installation der Abstreifklinge?
Aug 02,2021
Welche Vorteile bietet die fachgerechte Installation der Abstreifklinge?
Beim Druck auf Wellpappe ist die fachgerechte Montage des Rakels entscheidend, um die Druckleistung zu optimieren und die Kosten zu kontrollieren. In der Vergangenheit führte der aufwändige Aufbau von Kartonverpackungsdruckmaschinen sowie die schwierige Installation der Rakelklingen häufig dazu, dass die Druckmaschine mehrere Stunden stillstand, wenn die Klingen ausgetauscht werden mussten. Der Rakel muss sorgfältig an seinem Platz montiert werden, um einen erfolgreichen Farbübertrag zu gewährleisten und einen effektiven Druckbetrieb sicherzustellen.
Wird der Rakel fachgerecht montiert, verlängert sich gleichzeitig die Lebensdauer sowohl des Rakels als auch der Anilox-Walze – und dies bei gleichbleibender Druckqualität. Wird der Rakel hingegen nicht ordnungsgemäß installiert, beschleunigt dies den gleichzeitigen Verschleiß beider Komponenten, führt zu Tintenaustritt im Rakelhohlraum, erhöht die Stillstandszeiten der Druckmaschine und verschwendet Produktionszeit. Im Folgenden werden die Faktoren, die die korrekte Montage des Rakels beeinflussen, einzeln vorgestellt – darunter die Einbaulage und -richtung des Rakels, der Kontaktwinkel der Klinge, die horizontale Einstellung sowie der Andruck.
(a) Einbauposition und -richtung des Abstreifers
Bei der Installation des Rakels ist der erste Schritt, den Rakel und die Dichtklinge präzise zu positionieren, um das bestmögliche Druckergebnis zu erzielen. Je nach Drehrichtung der Aniloxwalze kann der Rakel entweder oben oder unten im Rakelraum montiert werden. Dabei ist zu beachten, dass der Rakel die letzte Kontaktklinge ist, an der die Farbe auf die Siebwalze übertragen wird, während die Dichtklinge stets gegenüber davon installiert wird.
Wird beim Einbau des Rakels ein Dichtmesser in der falschen Position eingesetzt, weist der Rakel nicht den richtigen Anpresspunkt auf und kann die geeignete Tintenmenge vor der Übertragung nicht abkratzen. Die Schrägfläche der Rakelspitze muss in Richtung der Rakelkammer zeigen, um Streifenbildung zu vermeiden. Anilox-Walze und Rakel sind so konzipiert, dass sie zusammenarbeiten; daher sind eine korrekte Montage und Ausrichtung des Rakels für ihre gegenseitige Abstimmung von entscheidender Bedeutung.
(2) Abstreifkontaktwinkel
Der Klingkontaktwinkel ist der Winkel zwischen der Rakel und der Aniloxwalze. Der ideale Kontaktwinkel zwischen der Rakel und dem Umfang der Aniloxwalze beträgt 30 Grad. Ist dieser Winkel kleiner als 30 Grad, kommen die meisten Kanten der Rakel mit der Aniloxwalze in Berührung. Ist die Kontaktfläche zu groß, lässt sich die Farbe nur schwer ordnungsgemäß abkratzen; bei einem gleichbleibenden Zustand gilt außerdem: Übersteigt der Kontaktwinkel 30 Grad, sollte die Farbe besser nicht mit der Rakel abgekratzt werden.
(3) Einstellen von Pegeln und Drücken
Wird der Rakel korrekt montiert, kann er einen ausgewogenen Kontakt zur Anilox-Walze aufrechterhalten. Wird der Rakel richtig eingestellt, lässt sich durch leichten Druck auf die Anilox-Walze ein gleichmäßiger Tintenabtrag erzielen. Der empfohlene Druck liegt bei 25 bis 30 Pfund bzw. 1,7 bis 2 bar. Bei der Montage der Klinge ist zunächst die Mitte und anschließend beide Enden anzuziehen. Die Klemme darf nicht zu fest angezogen werden, da sonst die Klinge verbiegt. Ist der Montagedruck der Klingen zu hoch, verbiegen sie sich und verlieren den guten Kontakt zur Anilox-Walze. In diesem Fall wird die Anilox-Walze mit Tinte gefüllt. Bitte beachten Sie, dass ein angemessener Klemmdruck des Raketens nicht nur die Schabqualität gewährleistet, sondern auch den Druck zwischen Rakel und Siebwalze verlängert.
Wenn der Kontakt zwischen der Drahtwalze und der Rakelkammer nicht parallel ist, wird er ungleichmäßig. Für diese Situation gibt es mehrere Ursachen: Die Schneckenkammer ist nicht waagerecht ausgerichtet, die Position des Rakels in der Halterung ist ungünstig, der Druck auf beiden Seiten der Rakelkammer ist ungleichmäßig oder der Bolzendruck zur Fixierung des Rakels ist nicht gleichmäßig eingestellt. Tritt diese Situation auf, erhöht der Bediener in der Regel den Druck, bis sowohl die Klinge als auch die Aniloxwalze tatsächlich Kontakt zur Aniloxwalze haben. Allerdings können zusätzlicher Druck und erhöhte Reibung den Verschleiß der Rakelkammer und der Aniloxwalze beschleunigen. Druckmaschinenbediener versuchen häufig, die Rakelkammer stärker an die Aniloxwalze anzudrücken, um das Problem des Tintenaustritts zu beheben – doch dadurch verschlimmert sich das Tintenaustrittsproblem oft an beiden Enden der Rakelkammer. Tatsächlich lässt sich das Problem des Tintenaustritts verhindern, indem man eine geeignete Tintendichtungsdichtung auswählt und diese regelmäßig ersetzt. Es sollte vermieden werden, den Druck auf den Rakel zu erhöhen, um das Problem einer nicht ebenen Rakelkammer oder eines Tintenaustritts zu lösen.
Um den einwandfreien Betrieb des Schaber-Raum-Systems zu gewährleisten, können die folgenden Schritte befolgt werden:
Vor der Installation der Tintendichtung zunächst den Abstreifer und das Dichtmesser anbringen.
2. Bewegen Sie den Abstreifer langsam näher an die Aniloxwalze.
3. Stellen Sie sicher, dass der Abstreifer und das Dichtungsmesser gleichzeitig mit der Anilox-Walze in Kontakt stehen. Wenn sie nicht gleichzeitig in Kontakt kommen, nehmen Sie Systemanpassungen vor, bis beide Messer gleichzeitig mit der Anilox-Walze in Kontakt stehen.
4. Wiederholen Sie die oben genannten Schritte auf der Antriebsseite und der Bedienseite der Druckmaschine.
5. Richten Sie eine Abstreicherkammer ein, sodass der Bewegungsabstand zwischen dem Abstreifer und der Aniloxwalze 1/8 nicht überschreitet.
Bei der Bedruckung von Wellpappe und Karton ist es äußerst wichtig, den Rakel fachgerecht zu montieren, um eine gleichmäßige Farbübertragung auf die Druckplatte zu gewährleisten und die Lebensdauer des Rakels sowie der Anilox-Walze zu verlängern. Nur durch eine entsprechende Schulung der Bediener der Druckmaschinen kann der Rakel ordnungsgemäß funktionieren und die Betriebskosten gesenkt werden.